20.07.2021, 19:00
Neue Erfahrung auf Next Gen

FIFA 22 : Wie HyperMotion das Gameplay verbessern soll

von Alexander Maier
Foto: EA SPORTS

Die HyperMotion-Technologie soll das Gameplay von FIFA 22 für die Next Gen-Konsolen auf ein neues Level heben, EA SPORTS hat einen tieferen Einblick gewährt.

HyperMotion wird von Frostbite für die PlayStation 5 sowie die Xbox Series X|S entwickelt und fußt auf zwei grundlegenden Säulen: "Machine Learning" und "11v11 Match Capture". Letzteres Feature bezieht sich auf die Art, wie Frostbite die Animationen durch reale Fußballer aufnimmt und in den FIFA-Ableger überträgt. Früher hatten mit "Optical Motion Capture" einzelne Akteure die Bewegungen wie etwa eine Ballannahme simuliert, dank "Xsens Motion Capture" gelingt es den Entwicklern nun, alle 22 Spieler auf dem Feld parallel aufzuzeichnen. Dafür tragen die Fußballer spezielle Anzüge, die Bewegungen direkt in Animationen umwandeln können.

Davon verspricht sich EA SPORTS, dass sich die Spieler in FIFA 22 deutlich eher wie echte Menschen bewegen und das Spiel so realistischer gestalten. Zudem sind diese Aufnahmen nicht in "klinischen" Verhältnissen in einem Studio, sondern in realen Partien entstanden, wodurch noch natürlichere Bewegungen entstehen dürften. Beteiligt waren an diesem Prozess einige der weltbesten Fußballer wie etwa Coverstar Kylian Mbappé, Trent Alexander-Arnold oder auch Eden Hazard.

Sechs HyperMotion-Features

Machine Learning erlaubt es den Akteuren im Spiel, sich fortan intelligenter zu verhalten und die Bewegungen echter Fußballer besser zu imitieren, was für weiteren Realismus sorgen soll. Es entstehen schon während der Partien neue Animationen, die sich an Begebenheiten anpassen, die zuvor nicht geplant werden konnten – wie in einem echten Fußballspiel. Durch diese beiden HyperMotion-Säulen ergeben sich sechs Features, die für die Next Gen-Konsolen bereitgestellt werden: "Full Team Authentic Motion", "Machine Learning - Flow", "Tactical A.I.", "Kinetic Air Battles", "Composed Ball Control" und "Player Humanization".

Erste Gameplay-Videos im Stream

Anhand des Spotlight-Events zeigen sich die Vorteile schnell: Die Mannschaften bewegen sich deutlich geschlossener und handeln wie echte Fußballteams. Die Animationen sind speziell bei Kollisionen wie Zweikämpfen merklich schöner, allgemein scheinen die Begegnungen viel eher einer realen Partie zu gleichen. In der Defensive agieren die Verteidiger dank der "Tactical A.I." intelligenter, Luftduelle wirken realistischer und detailgetreuer. Zudem stehen die Gesichtspartien und Emotionen der Akteure im Fokus, FIFA 22-Mbappé etwa verhält sich im Trailer auch mit Blick auf seine Mimik fast wie der echte Mbappé bei Paris Saint-Germain.

Mehr als neue 4.000 Animationen

Insgesamt spricht EA SPORTS von mehr als 4.000 neuen Animationen, dies entspräche etwa dreimal so vielen Innovationen, wie es noch für FIFA 21 der Fall war. Möglich ist die Implementierung einer solch großen Datenmenge durch den technischen Spielraum, den die Next Gen-Konsolen bieten. PlayStation 4, die Xbox One und der PC müssen ohne die neue Technologie auskommen. Ob es für die Current Gen dennoch große Besserungen geben wird, ist bislang nicht bekannt. Nach dem Gameplay-Reveal am Dienstagabend (20.07.) ist in den kommenden Tagen – etwa bei EA Play Live am Donnerstag (22.07.) – mit weiteren Informationen zu Ultimate Team (FUT) oder dem Karrieremodus zu rechnen. Letzterer soll in FIFA 22 einer großen Überarbeitung unterzogen werden, wenn man den Leaks dazu trauen kann.

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